Im 500. Jubiläumsjahr am Zürcher Sechseläuten

In Zürich-Wiedikon dreht sich alles um das älteste Zürcher Unternehmen: Orell Füssli ist Ehrengast am Zürcher Sechseläuten bei der Zunft zu Wiedikon und präsentiert sich mit einer Säule, auf der Firmengründer Christoph Froschauer, die Zwingli-Bibel und die Banknoten abgebildet sind.

Vor genau 500 Jahren wurde Huldreich Zwingli in Zürich Leutpriester. Zur gleichen Zeit liess sich der bayerische Buchdrucker Christoph Froschauer in der Zwinglistadt nieder. Die Stadtregierung war so angetan von den Buchdruckkünsten von Christoph Froschauer, dass dieser zum eigentlichen Staatsdrucker aufstieg. Ohne den begnadeten Buchdrucker Froschauer, hätte Zwingli wohl nie die reformatorische Bedeutung erlangt, die ihm schliesslich zu Teil wurde. Höhepunkt der Zusammenarbeit war die berühmte Zürcher Bibel aus dem Jahre 1531. Sowohl Zwingli wie auch Froschauer pflegten eine enge Zusammenarbeit mit den Stadtoberen und waren gern gesehene Gäste auf den Zürcher Zunftstuben.

Froschauers Frösche für alle

Orell Füssli präsentiert sich mit einer dreieckigen Litfasssäule im Umzug bei den Wiedikern. Darauf sind die wichtigsten Akteure von Orell Füssli zu sehen: Christoph Froschauer, die Bibel und die Banknoten. In Erinnerung an Christoph Froschauer verteilen Wiediker Jungzünfter dem Publikum süsse Frösche, einst das Firmenlogo von Christoph Froschauer Froschauer. Der Frosch als Bildlogo wurde bis 1974 verwendet. Das offizielle Fest für die Zürcher und Zürcherinnen zum 500 Jahr-Jubiläum findet am 9. November an der Dietzingerstrasse in Wiedikon statt, unterstützt von Quartierverein und der Zunft zu Wiedikon.

Als Orell Füssli die Sechseläuten-Wiese kaufen wollte

Oscar Guhl (1870-1937) war Hauptaktionär und Verwaltungsratspräsident von Orell Füssli in der Zwischenkriegszeit  und einer der prominenten Investoren auf dem Finanzplatz Zürich. Im Gegensatz zu den früheren Hauptaktionären von Orell Füssli gehörte er keiner alteingesessenen Zürcher Familie an, sondern stammte aus dem Thurgau. Der umtriebige Investor besass neben Orell Füssli u.a. auch Beteiligungen am Warenhaus Globus sowie an Immobilien. Guhl ist in besonderer Weise mit dem Sechseläuten verbunden: Als erfolgreicher Investor wollte er in den späten 20 Jahren die Sechseläuten-Wiese kaufen und darauf eine Überbauung errichten. Keine Frage, dass sein Vorschlag für Wallungen bei den Zürcher Zünften sorgte und bei der Stadt Zürich kein Gehör fand.

Von Froschauer zu Orell Füssli

Die Offizin Froschauer wurde mehr als 200 Jahre nach dem Tod des Druckers von der Familie Füssli übernommen. Danach erlebte der Verlag und Buchhandel im 18. Jahrhundert einen neuen Höhepunkt, zumal Füssli mit dem Verlag von von Orelli und Gessner fusionierte. Er galt damals als einer der profiliertesten Verlage im deutschsprachigen Raum. Im Jahre 1798 stieg die Familie Gessner aus dem Unternehmen aus, und Orell Füssli wurde geboren. Seit 1827 druckte das Unternehmen erste Wertpapiere sowie Briefmarken und Banknoten für die Kantonalbanken. Seit 1914 werden von Orell Füssli die Banknoten für die Schweizerische Nationalbank gedruckt. 1921 zog Orell Füssli nach Wiedikon. 2013 führten Orell Füssli und die deutsche Buchhandelskette Thalia ihre Buchhandelstätigkeiten zum grössten Schweizer Buchunternehmen zusammen. Die neunte Banknotenserie kommt seit 2016 gestaffelt in Umlauf und findet mit der Ausgabe der neuen 100er-Note im September ihren Abschluss.

 

Medienkontakt

Arabelle Frey
Leiterin Unternehmenskommunikation Orell Füssli Holding AG
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