Strategie

Der Verwaltungsrat der Holding legt die Strategie der Orell Füssli Gruppe und der operativen Einheiten in Absprache mit dem Management und den beteiligten Partnern fest und gibt die jährlichen Budgets und Zielvorgaben frei. Er überprüft das Aktivitäten-Portfolio laufend und nimmt bei Bedarf Korrekturen vor.

Der CEO der Gruppe ist für die Umsetzung der Strategie und das Erreichen der Ziele verantwortlich. Er nimmt richtungsweisend auf die Entwicklung der einzelnen Geschäftseinheiten Einfluss.

Die Geschäftseinheiten führen ihr Geschäft im Rahmen der Vorgaben selbstständig und rapportieren an den CEO. Angestrebt wird bei allen Aktivitäten eine starke Position in den jeweiligen Zielmärkten.

«Die Orell Füssli Gruppe hat sich 2018 organisatorisch erneuert und ist in ihrem 500-Jahr-Jubiläum bereit, die Herausforderungen der Zukunft anzunehmen.»

Dr. Anton Bleikolm,
Präsident des Verwaltungsrats

Verwaltungsrat

Management

Divisionsleitung

Unser feierlicher Festakt zum 500-Jahr-Jubiläum

Mittwoch, 5. Juni 2019 im Kaufleuten, Zürich

Für unsere Partner, Kunden und Freunde der Orell Füssli Gruppe

Produktion: Orell Füssli Holding AG
Länge: 10 Min.
 

Unsere Firmengeschichte –

500 Jahre erzählt in 5 Minuten

Mit den Mitarbeitenden der Orell Füssli Gruppe

Produktion: Orell Füssli Holding AG
Länge: 5 Min.
 

Werte und Nachhaltigkeit

Verantwortung in der Gesellschaft

Die Orell Füssli Gruppe betrachtet einen schonenden Umgang mit der Umwelt, einen hohen Sicherheitsstandard, eine verantwortungsvolle Personalpolitik und einen wertschätzenden Umgang mit den Mitarbeitenden als entscheidende Faktoren der Unternehmensführung.

Ökonomische und ökologische Nachhaltigkeit

Die Orell Füssli Gruppe minimiert die Emissionen – insbesondere bei der Produktion und der Liegenschaftsbewirtschaftung. Die branchenspezifischen Erfordernisse im Bereich Sicherheitsdruck werden durch ein entsprechend hohes Sicherheitsniveau bei baulichen, technischen und organisatorischen Massnahmen umgesetzt.

Bei der Beschaffung, dem Bau und Betrieb der Infrastrukturen sowie beim Einsatz von Hilfsmaterialien setzt sie auf Energie, Wasser und Ressourcen minimierende Lösungsmassnahmen. Die Mitarbeitenden werden im Hinblick auf Sicherheit und Umweltschutz sensibilisiert. Ziel ist eine fortlaufende, nachhaltige Optimierung der bereits erreichten hohen Qualitätsstandards.

Soziale Nachhaltigkeit

Die Orell Füssli Gruppe strebt langfristige und nachhaltige Beziehungen mit ihren Mitarbeitenden an. Verantwortungsbewusste Führungskräfte, engagierte Mitarbeitende und motivierte Auszubildende sind das Fundament einer förderlichen Unternehmenskultur und gelten als Schlüsselfaktoren zum Erfolg. Attraktive Beschäftigungsmodelle, Aus- und Weiterbildung und Nachwuchsförderung sind von zentraler Bedeutung.

Meilensteine

seit 1519

1519

Christoph Froschauer

Christoph Froschauer erhält das Bürgerrecht der Stadt Zürich. Dank diesem wird der aus Bayern zugewanderte Buchdrucker erster offizieller Drucker der Stadt. Das Offizin Froschauer befindet sich in der Zürcher Altstadt unweit der Zentralbibliothek beim heutigen Central.

1531

«Zwingli-Bibel»

Froschauer druckt die vom Zürcher Reformator Huldrych Zwingli ins Deutsche übersetzte «Zwingli-Bibel». Sie stellt neben ihrer kirchengeschichtlichen Bedeutung auch eine Glanzleistung frühzeitlicher Buchkunst dar. Nach Zwinglis Tod 1531 wendet sich Froschauer vermehrt wissenschaftlichen Publikationen zu.

1551

Konrad Gessner und «Historia animalium»

«Historia animalium», der erste von vier Bänden des Naturforschers, Arztes und Humanisten Konrad Gessner, wird von Froschauer veröffentlicht.

1576

Planvedute der Stadt Zürich

Die berühmteste Stadtkarte Zürichs erscheint in der Offizin Froschauer unter Froschauers Nachfahren: Die Planvedute der Stadt Zürich von Jos Murer.

1626

Bodmers Druckerprivileg

Der Goldschmied Johann Jakob Bodmer übernimmt Froschauers Druckerei sowie den Verlag. Über drei Generationen bleiben Verlag und Druckerei in der Hand der Familie Bodmer. Dieses Druckerprivileg der Stadt Zürich aus dem 17. Jahrhundert sichert den Bodmers zu, als einzige Druckerei amtliche Texte drucken zu dürfen.

1766

Rudolf Füssli übernimmt 140 Jahre später die Verlagsdruckerei von der Familie Bodmer, nachdem der letzte Inhaber, Hans Heinrich Bodmer, wegen Protesten gegen die Zürcher Obrigkeit verbannt worden ist. Sie heisst von da an Füssli & Co.

 

1735

Hans Conrad von Orelli gründet 31 Jahre zuvor auf Anraten des grossen Zürcher Literaten und Aufklärers Johann Jakob Bodmer den Verlag Conrad Orell & Co.

1789

Orell, Füssli & Co.

Nachdem Gessners Erben aus der Firma ausgeschieden sind, wird das Unternehmen zu Orell, Füssli & Co. Orell Füssli druckt die «Neue Zürcher Zeitung» , die erstmals am 12. Januar 1780 erscheint. Treibende Kraft bei der Gründung der «Zürcher Zeitung», später «Neue Zürcher Zeitung», ist Salomon Gessner.

1817

Johann Heinrich Füssli wird zum alleinigen Inhaber und beteiligt seinen Angestellten Johann Hagenbuch. Der Firmenname Orell, Füssli & Co. bleibt bestehen.

1827

Wertpapiere Escher

In der Hälfte des 19. Jahrhunderts wächst Zürich zum wirtschaftlichen Zentrum der Schweiz heran. Orell Füssli wird dank neuester Drucktechnologien und hoher Qualität zur bevorzugten Druckerei der grossen Zürcher Firmen. Technische Neuerungen führen vom handwerklichen Drucken zur maschinellen Produktion im industriellen Massstab. Orell Füssli druckt die ersten Wertpapiere für ein Unternehmen der Industriellenfamilie Caspar Escher.

1843

Erste Briefmarken

Orell Füssli druckt die ersten Briefmarken auf dem europäischen Kontinent: «Zürich 4» und «Zürich 6». Es sind die einzigen Briefmarken, die vom Kanton herausgegeben werden.

1848

Erste Banknote

Orell Füssli druckt die erste Banknote: Es ist eine 10-Gulden-Note für die Leih- und Sparkassa des Seebezirks in Uznach, die heutige Bank Linth. Bis 1907 ist der Druck der Banknoten Sache der Kantone.

1895

Photoglob Postkarten

Die Besitzer Wild gründen die Tochterfirma Photoglob, um die Photochrom-Farbdrucke international zu vertreiben. Orell Füssli unterhält nun auch Filialen in Süddeutschland und London. Das Photochrom-Verfahren, ein Farbdruck von Schwarzweiss-Fotografieren, gewinnt 1900 an der Weltausstellung in Paris eine Medaille.

1914

Schweizer Banknote

Orell Füssli druckt für die 1905 gegründete Schweizerische Nationalbank (SNB) die ersten schweizerischen Banknoten: die 5-Franken-Note und die 20-Franken-Note. Die höheren Werte lässt die SNB in Grossbritannien drucken.

1920

Ära Guhl

Die Unternehmerfamilie Bührer-Guhl übernimmt bis 1991 über drei Generationen die Aktienmehrheit von Orell Füssli. Gemeinsam mit der SNB treibt sie die Entwicklung des Notendrucks voran, um die Abhängigkeit vom Ausland zu reduzieren. Oscar Guhl (1870 – 1937) präsidiert den Verwaltungsrat von 1925 bis 1937.

1924

Orell Füssli Buchhandlung

Die Orell Füssli Kartographie und der Zeitschriftenverlag werden zu eigenständigen Abteilungen. Auch der Buchverlag erhält einen eigenen Marktauftritt. Die Orell Füssli Buchhandlung zieht an die Bahnhofstrasse 31 in Zürich und entwickelt sich zum grössten Buchhändler der Schweiz.

1926

Für den Wertpapier- und Banknotendruck wird eine Guillochiermaschine zur Produktion von einmaligen Sicherheitsmerkmalen angeschafft. Diese zeichnet Muster mit feinen, eng ineinander verschlungenen Linien, die anschliessend auf die Druckplatte geritzt werden. Sie bleibt bis 1970 in Gebrauch.

Ab 1950

«Orella» und «Wir Eltern»

Der Wirtschaftsaufschwung der 1950er- und 1960er-Jahre bringt ein starkes Umsatzwachstum mit sich. «Wir Eltern» und «Orella» werden nach dem Zweiten Weltkrieg zu beliebten Familienzeitschriften.

1956

Fünfte Notenserie

Die erste Banknote der fünften Serie ist die 10-Franken-Note, im gleichen Jahr erscheint auch die 20-Franken-Note. Die höheren Werte lässt die SNB nach wie vor in Grossbritannien drucken.

1976

Sechste Notenserie

Die 100-Franken-Note ist der erste Wert der sechsten Serie. Zum ersten Mal wird diese komplett in der Schweiz hergestellt. Maschinen, Papier und auch Druckfarbe sind aus der Schweiz.

1977

Schweizer Eurocheques

Orell Füssli erhält den Auftrag für den Druck der Schweizer Eurocheques. In den 1980er-Jahren werden auch Postcheques gedruckt.

1981

Plastikkarten

Der Wertpapierdruck erlebt ein historisches Rekordjahr. Danach geht die Produktion zurück, da Aktien immer seltener physisch zirkulieren. Der Druck von Plastikkarten soll diesen Umsatzrückgang kompensieren.

1992

Das Unternehmen wird umgebaut, der Buchhandel zu einer eigenständigen Aktiengesellschaft, an der sich der deutsche Buchhändler Hugendubel beteiligt. Ein Jahr später zieht die Buchhandlung in den Kramhof an die Füsslistrasse 4 in Zürich um.

1999

Orell Füssli wird zur Orell Füssli Holding AG und konzentriert sich auf die Kernbereiche Sicherheitsdruck, Buchverlag und Buchhandel. Die Orell Füssli Buchhandlungs AG geht mit books.ch online.

2002

Atlantic Zeiser

Orell Füssli zieht sich aus dem Plastikkartengeschäft zurück und beteiligt sich an der deutschen Atlantic Zeiser Gruppe. Atlantic Zeiser (AZ) fokussiert auf die Nummerierung von Banknoten und Sicherheitsdokumenten. 2005 übernimmt Orell Füssli Atlantic Zeiser vollständig.

2003

Atlantis

Der Orell Füssli Verlag übernimmt den bekannten Kinderbuchverlag Atlantis.

2007

Globi Verlag

Vier Jahre später folgt der Globi-Verlag, in dem auch die Papa-Moll-Reihe erscheint. Im selben Jahr fällt die Buchpreisbindung in der Schweiz.

2013

Orell Füssli Thalia AG

Durch das Joint Venture mit der Thalia Bücher AG wird Orell Füssli zum grössten Buchhändler der Schweiz.

2016

Neunte Notenserie

Die neunte Notenserie kommt gestaffelt in Umlauf. Als erster Wert erscheint die 50-Franken-Note. Die 100-Franken-Note bildet den Abschluss der neunten Serie.

2018

Aus Atlantic Zeiser wird Zeiser

Die Atlantic-Zeiser-Produktbereiche Verpackungs-, Geschenk- und Finanzkartendruck werden an die italienische Unternehmensgruppe Coesia verkauft. Unter dem Namen Zeiser GmbH verbleibt das klassisch angestammte Geschäft der Nummerierung von Banknoten und anderen Sicherheitsdokumenten.

2019

500-Jahr-Jubiläum

Orell Füssli feiert seine 500-jährige Unternehmensgeschichte und gehört damit zu den ältesten noch existierenden Unternehmen der Welt.